Dienstag, 29. Mai 2007

Verbrannte Schuhe und Seekrankheit

McLean Fall's, Curio Bay, Slope Point, Invercargill, Lighthouse Waipapa
14. März 2007

Am Mittwoch (14. März) Morgen um 11 Uhr verliessen wir unser Knusper-Häuschen um unsere Reise fortzuführen. Wir wollten die Cathedral-Caves besuchen, eine gigantische Höhle am Meer, doch leider war das Meer zu rau, so das die Höhle geschlossen wurde. Sue empfahl uns am Tag zuvor die McLean Falls zu besuchen, da die Höhlen geschlossen waren, fuhren wir kurzerhand dorthin. Wir gingen wieder zu Fuss durch einen schönen Regenwald einen Weg hinauf zu den Wasserfällen und wir waren dankbar für den Hinweis von Sue, denn es war ein ansehnlicher Wasserfall in einer idyllischen Umgebung.

Im Anschluss fuhren wir zur Curio Bay, es war gerade Ebbe und so konnte man den Strand gut betreten.


Eine der besten Möglichkeiten weltweit, um einen versteinerten 160 Mio. Jahre alten Wald zu sehen, denn er ist gleichzeitig der Strand und nur bei Niedrigwasser (Ebbe) ist ein Besuch möglich.

Mir hei widr unglaublichs Glück kha, denn uf d’Ebbe und Fluet hei mir nid gachtet






Unser nächstes Ziel auf der Südinsel, war der südlichste Punkt des Festlandes (Mainland), Slope Point. Bevor wir dann nach Invercargill fuhren, besuchten wir noch den kleinen Leuchtturm Waipapa von dem aus wir eine atemberaubende Aussicht der Küste entlang über das raue Meer geniessen durften. Die Wellen schlugen meterhoch an die Felsen, so etwas kannte ich nur aus dem Fernsehen und es liess mich die Kraft die in der Natur steckt voller ehrfurcht nur erahnen.





In Invercargill angekommen bezogen wir im „Southern Comfort Backpackers“ einem alten victorianischen Haus unser Zimmer. Da das Wetter wieder relativ abwechslungsreich war, war unsere Kleidung ziemlich feucht. Um unsere Schuhe zu trocknen, stellten wir diese an die Heizung im Zimmer. Später stellte ich dann fest, dass dies nicht ideal war, denn unsere Schuhe schrumpften einwenig zusammen und verformten sich
das isch jo wohl widr typisch für eus zwei abr hey, d’Schueh si troche gsi :))


Steward Island 15. März 2007

Am nächsten Morgen (15. März) mussten wir früh aufstehen weil wir neue Schuhe kaufen mussten. Für Rebecca war es kein einfacher Morgen mit mir. Ich hatte sehr schlechte Laune (abr nid wäg de Schueh :).

Wir fanden beide in einem Sportgeschäft wasserabweisende Schuhe kauften diese und fuhren gleich zum Hafen, denn um 11:30 Uhr legte unsere Personenfähre ab. Unser heutiges Tagesziel hiess Steward Island, dies ist der südlichste Teil Neuseelands.

Die Fahrt mit der Fähre war wirklich alles andere als angenehm, 90% der Passagiere wurde Seekrank, denn das Meer war sehr Wild und verursachte hohe Wellen. Rebecca ging nach hinten an die frische Luft um der Seekrankheit entgegenzuwirken, dort wurde sie allerdings ziemlich nass weil die See stürmisch war. Mir selbst ging es ziemlich gut und ich kam mir deshalb etwas komisch vor, denn ausser der Besatzung, Rebecca und ich, mussten sich glaube ich so ziemlich alle übergeben. Es war also keine wirklich schöne Fahrt ins Blaue (Das isch ächt dr Knüller gsi, wie imen schräge Film :)))

Als die Fähre in der Halfmoon-Bay anlegte, war das Wetter noch nicht viel besser geworden. Eigentlich wollten wir auf der Insel übernachten, doch unter diesen Voraussetzungen haben wir beschlossen, am Abend wieder nach Invercagill zurückzukehren.

Zuerst liefen wir der Sternwarte (Observatory Rock) entlang, danach gingen wir zum Hafen zurück um die Rückfahrtkarten zu kaufen. Ein Angestellter des Fährunternehmens empfahl uns einen schönen Spaziergang und dazu gab er uns eine kleine Karte mit. Wir machten uns also ohne Führung auf einen ca. 4 Stunden dauernden Spaziergang und die Eindrücke die wir sammeln durften liessen uns vermuten wie wundervoll diese Insel erst sein muss wenn das Wetter gut ist. Wieder liefen wir durch einen wunderschönen Wald in dem Rebecca immer wieder Farnblätter fotografierte die im Begriff waren sich aufzurollen. Wir liefen von der Halfmoon Bay zur Golden Bay bis zum Deep Beach und von da zum Denkmal der Wohlers.

D’Wohlers si es Pfarrer Ehepaar gsi wo vo de Maori-Stämm (Iheimischi Bevölkerig) bäte worde, sich bi ihne nieder z’lo. Sie hei die Maori-Stämme mit ihrem Wüsse i de Berich vo dr Heilkunde, im Ackerbau und sogar i dr Rechtssprächig ungerstützt.

Während unseres Spazierganges wurden wir von vielen verschiedenen Klängen begleitet unter anderem von den tönen des Tui’s (iheimische Vogel)

Um 18:00 Uhr kehrten wir an den Hafen der Halfmoon-Bay zurück wo unsere Fähre wartete. In Invercargill angekommen fuhren wir abends direkt weiter nach Te Anau. Trotz des wechselhaften Wetters war es ein wundervoller Tag den ich gemeinsam mit Rebecca auf Steward Island verlebte. ihri Erkältig het sich o vo Dag zu Dag besserert

Die kleini Stadt Te Anau (Region Fjordland Nationalpark) mit ca. 1'800 Einwohner ligt diräkt am glichnamige See, öbe uf halber Strecki zwüsche Queenstown und de Milford Sound’s. Dr Lake Te Anau isch dr gröschti See vo dr Südinsle und der zweitgröschti See vo ganz Neuseeland, er befindet sich im Südweschte vo dr neuseeländische Südinsle. Sin ursprünglicher Maori-Name isch Te Ana-au, was sovil wie „Höhle des wirbelnden Wassers“ bedütet.

Te Anau erreichten wir relativ spät abends, nach unserer Ankunft haben wir sogleich unser Reisegepäck im Zimmer untergebracht und sind bald schlafen gegangen.






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