Mittwoch, 30. Mai 2007

Glowworms, Capitain Cook und The Lord of The Rings

Te Anau, Glowworm Caves
16. März 2007


Am nächsten Tag erkundeten wir das Städtchen, wir suchten ein Fotogeschäft da sich meine Kamera bereits von der Reise verabschiedet hat (was jo irgendwie o widr klar gsi isch :), ein Internet-Cafe um unsere Reiseberichte zu versenden und durchstreiften die Souvenirshops. Meine Kamera konnte nicht wieder zum Leben erweckt werden und mein Internetaccount zickte ebenfalls herum. So war mein Tag diesbezüglich wenig erfolgreich.

Im Anschluss spazierten wir dem Seeufer entlang bis zum kleinen Hafen bevor wir zum Schiffssteg zurück schlenderten. Dort stiegen wir einem Schiff zu, auf dem wir zufällig Gabriel
(mi Flugkolleg Hong Kong-Christchurch) und Fabienne trafen, welches uns zu unserem Tagesziel den Glowworm Caves (Glüehwürmli Höhli) brachte.


In dere Kalksteihöhli läbe Glüehwürmli an dr Höhledecki, wo mit organischem kaltem Liecht angeri Insekte anlocke. Je hungriger so es Glüehwürmli isch, umso heller lüchtet’s. S’Liecht vo de Glüehwürmli, kombiniert mit dr totale Finschternis erzeugt e besungeri Stimmig. S’ Lüchte erschiint wie e Stärnehimmel unger Dag. Vo de Mensche vergässe und nur no in Maori-Legenden lebändig, si die Höhle mit sine ungerirdische Wasserfäll, de Korridor, de Glüehwurmgrotte und de Stromschnellen 1948 widerentdeckt worde.

Unter fachlicher Führung erkundeten wir auf plattierten Gehwegen und Gitterrosten so wie in einem flachen Gleitboot, die Höhle. Es war wieder ein beeindruckendes Schauspiel welches uns die Natur präsentierte. Nach dem Ausflug begaben wir uns in unser Hostel zurück. Ich kochte wieder Spaghetti (d’Sosse isch widr z’dünn gsi und widr usem gliche Grund, do cha i übr mi nur dr Chopf schüttle)
und Rebecca widmete sich wieder der schmutzigen Wäsche!



Milford Sound, Kingston, Queenstown
17. März 2007

Sehr früh am nächsten Morgen (Samstag) machten wir uns auf den Weg zu den Milford Sounds (Fjord). Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden und es führt nur eine Strasse hin und zurück. Das isch die längschti Sackgass gsi wo i bis jetz je gseh han. Rebecca führte uns sicher durch die atemberaubende Landschaft.


Links und rechts von uns stiegen die Berge empor und unzählige Wasserfälle stürzten sich in die Tiefe.
Hey, wenn die Hifahrt in die Milford Sounds so beidruckend isch, wie si d’Sounds den erscht.
Als wir ankamen war das Wetter regnerisch und windig, wir haben uns trotzdem für eine Schifffahrt, die ungefähr 2.5 Stunden dauerte, angemeldet. Im Nachhinein können wir sagen, dass das Wetter das traumhafte Erlebnis nicht beeinträchtigen konnte.


Auf dem Weg durch die Sounds zum Ausgang des Fjords in die tasmanische See ragten rundherum Berge, umhüllt von Nebelbänken, in die Höhe, wir bestaunten wieder eine Vielzahl von Wasserfällen und sahen Felsen aus Quarz und Kupfer. Wir schipperten an der Anita Bay vorbei, dort wo die Maoris zum ersten mal den grünen Stein entdeckten. In den bewachsenen Bergwänden finden sich immer wieder Narben die Baumlawinen hinderlassen haben und das Bild der Umgebung zusätzlich prägen.

Im 18. Johrhundert isch dr James Cook zweimol am Fjordigang vrbei gseglet ohne das er dr Igang vom Meer us erkennt het.

Auf dem Rückweg waren wir uns nicht sicher, ob das Benzin bis nach Te Anau reichen würde, darum sind wir nach ca. 15 Minuten Fahrt wieder zum Hafen der Milford Sounds zurück gekehrt um den Tank zu füllen *sicher isch sicher*. Danach machten wir noch diverse Stopps, den ersten Halt machten wir beim Look Out „The Chasmen“ und genossen die Aussicht. danach fuhren wir zu „the Cascade walk“, das ist ein Pfad durch einen von moosbedeckten, feuchten und sehr grünen Wald der wie ein Märchenwald wirkte. Es war ein wunderschöner Spaziergang.




Unseren letzten Halt machten wir am Mirror Lake. In diesem kleinen See reflektierten sich, durch das dunkle Wasser, die Berge klar wie in einem Spiegel.






An Te Anau fuhren wir nur noch vorbei, den unser erklärtes Tagesziel war Queenstown
und die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden. Unterwegs machten wir in Kingston einen Zwischenhalt, denn Rebecca entdeckte im Reiseführer „Lonely Planet“ den Kingston Flyer. Das ist eine Eisenbahn mit alten Wagons und einer bezw. Zwei Dampflokomotiven. Da mein Paps ein grosser Eisenbahn-Fan ist, beschlossen wir hier ein paar Bilder für ihn zu schiessen. Als wir zum Depot kamen waren zwei Bahnangestellte eben mit rangieren und dem Reinigen des Heizkessels beschäftigt. Sie hatten sichtlich Freude an unserem Interesse und so durften wir uns frei auf dem Gelände bewegen und alles fotografieren.

Queenstown liegt an einem See der beinahe ganz umschlossen ist von einer sehr beeindruckenden Bergwelt. Die Einfahrt in das Tal war atemberaubend und die Faszination dieser Berge war enorm. Die Umgebung war mir bereits bekannt aus dem Film „The Lord Of The Rings“, denn dort befinden sich die originalen Drehplätze, doch die Wirkung direkt in der Landschaft war noch mal grösser als sie im Film ohnehin schon war.
Mit jedem Meter wo mir Queenstown nöcher cho si, isch mini Vorfreud uf die Stadt gwachse

Wir bezogen um 19:00 Uhr unser Zimmer in der Herberge „Black Sheep“ passt doch :) und spazierten danach in das Zentrum des Städtchens. Für Rebecca begann am 16. März der 40 Stunden Hunger-Marathon, weshalb sie am Abend ziemlich geschafft war.

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