Mittwoch, 30. Mai 2007

Fortsetzig: Maori-Show, Hungermarathon, Geburtsdagsgschänk

Danach gingen wir zurück zur Herberge und holten das Auto. Wir fuhren auf einer Schotterstrasse empor zu den dunklen wuchtigen Berge die man in „The Lord Of The Rings“ bestaunen kann. Auf halber Höhe haben wir unser Vorhaben aber wieder abgebrochen, denn es war verboten mit einem Mietwagen auf Schotterstrassen zu fahren und wir wollten keine Schäden am Wagen provozieren, die Strasse war voller Schlaglöcher. An einem guten Aussichtspunkt hielten wir an um ein paar Fotos aus der Höhe von Queenstown und dem Tal zu schiessen. Wir genossen die unglaubliche Aussicht und kehrten dann wieder zurück zur Herberge und spazierten anschliessend wieder zur Stadt, in den botanischen Garten dem See entlang zurück in die Einkaufsstrassen. Dort kauften wir für Rebecca eine pinkfarbene Tragtasche. D’Farb isch jo eigentlich nid wirklich überraschend :))
Gegen Abend gingen wir in einem indischen Restaurant Essen was für mich eine Premiere war.
Hmmmm.... das isch super feeeeeinifein gsi, das wird nid mis letschte indische Ässe gsi si :)
Nach dem wir bezahlt haben, war der grosse Moment gekommen, wir konnten unsere Pullis holen und Rebecca stand die Vorfreude regelrecht in ihr Gesicht geschrieben. Bei meinem Pullover gab es ein Problem, die orange Folie reichte nicht mehr für alle meine Signete, darum ergänzten wir es mit gelber Folie was für gewöhnlich nicht getan wird. Dadurch wurde meine Pullover noch etwas spezieller :) Zum Tagesabschluss gingen wir noch in die „the greenish bar“ um etwas zu trinken und im TV etwas Rugby zu schauen. Danach gingen wir nach einem aufregendem und wirklich wunderschönem gemeinsamen Tag in die Herberge zurück.



Am nächsten Morgen wollten wir abreisen (han i gmeind) und ich trug alle Koffer zur Rezeption!! Doch Rebecca hat am Abend zuvor ohne mein Wissen nochmals eine Nacht mehr gebucht. Denn sie buchte für den heutigen Tag eine Jet-Boat Canyon fahrt mit der sie mich zum verspäteten Geburtstag überraschte. Ich freute mich riesig über ihre Idee und war auf die Fahrt gespannt. Die Fahrt war echt ein Knüller, das Boot hat die Fähigkeit sich 360 Grad um die eigene Achse zu drehen, unser Pilot hatte dem entsprecht viel Spass daran und wir drehten uns nicht weniger als 10 Mal J natürlich wurde man dabei auch etwas nass, dass heisst, ich weniger aber dafür Rebecca! ;)
Mir hei tolli Plätz kha, mir si ganz vorne näbem dem Piloten gsässe J Dä Typ entspricht bi Eus öbe imene Skilehreer :D In somene Boot chöi 14 Persone mitfahren, eis Boot choschtet ca. e viertel Million NZ-Dollar, fahrt bis zu 60 km/h und bsitz zwei Motore wo bis zu je 400 Liter Wasser i dr Sekunde duresuge
Mit dieser Wahnsinnsmaschine donnerten wir ca. 20 Minuten lang über den Fluss durch den Canyon, an gewissen Stellen war das Wasser nicht mehr als vier Zoll tief und er Fluss nicht breiter als 4 Meter. Die Fahrt in dieser schönen Umgebung, mit dieser Geschwindigkeit in der Schlucht und das Wasser waren ein tolles Erlebnis aber für mich war es vorallem bsonders weil ich es mit Rebecca erleben durfte. Es war wirklich eine super Geschenk.


Hey mi Kiwi,
dass isch e mega Überaschig und e cuuls Erläbnis gsi, ha mi wirklich supr drübr gfreud.
Nomol Merci, ha Di mega lieb


Maori-Show, Hungermarathon, Geburtsdagsgschänk

Queenstown 17.-19. März 2007

Am nächsten Morgen gingen wir hinunter an den See, schlenderten durch die Stadt und begaben uns zum „Kiwi Bird and Birds Park Of Queenstown“ der sich unmittelbar neben der Talstation der Gondelbahn befindet.

Der Park war nicht geöffnet, was uns sehr verwunderte denn gemäss Öffnungszeiten hätte der Park bereit geöffnet sein müssen. Daraufhin ging ich nochmals alleine in die Stadt zurück um für Rebecca eine kleine Überraschung zu besorgen, denn an diesem Morgen endete der 40 Stunden Hunger-Marathon welchen sie konsequent durchgezogen hat. Sie wartete bei der Gondelstation auf mich ohne zu ahnen was ich vor hatte. Als ich zurück kam begaben wir uns in den Park. In einem Gespräch mit der Dame am Ticket-Schalter betreffend Öffnungszeiten begann diese herzlich zu lachen, denn wir hatten vergessen, dass in Neuseeland die Zeitumstellung von Sommer auf Winterzeit -und zwar eine Woche bevor sich in Europa die Uhren verstellen- erfolgte.

Im Park findet man unterschiedliche Bäume und Tiere, wie zum Beispiel die sehr seltene und geschützte Blauente, kleine Papageien, Tui’s, Kea’s, natürlich auch den Kiwi und sonstige Vögel so wie auch der Tuataras, eine Echse mit drei Augen. Ausserdem wurden Häuser, Feuerstellen, Waffen, Nahrungsmittel, etc. der Maori ausgestellt. Wir erhielten beide je einen Kopfhörer über den wir zu den verschiedenen Themen wie Pflanzen, Maori und Tiere Informationen erhalten haben. Um 11 Uhr sahen wir uns eine Vogel- und im Anschluss eine Maori-Show an. Eine Frau und zwei Männer zeigten einen Haka-Tanz und einen weiteren, ausserdem sangen sie Maori-Lieder. Die Aufführung hat uns wirklich Spass gemacht.
Mir hei sogar müesse mittanze abr i bi do irgendwie immer echli z’spot und falsch gsi in mine Bewegige, abr egal, es isch ächt witzig gsi

Nach dem die Maori-Show beendet war verliessen wir den Park und spazierten zurück in das Stadtzentrum. Rebecca hatte es nun geschafft, die Zeit des Hungerns war vorüber. Ich war echt froh, denn meine Essgewohnheit habe ich für die 40 Stunden mehr oder weniger ihrer angepasst um sie nicht zu verführen. Bevor wir in eine Kleider-Boutique gingen die wir bereits am Tag zuvor schon entdeckt haben, liess sich Rebecca eine Banane schmecken. Während ich T-Shirts anprobierte versteckte ich in der Umziehkabine eine kleine Aufmerksamkeit (zum Gratuliere) für Rebecca weil sie das Hungern durchgezogen hatte! Während ich weitere Kleider durchstöberte habe ich sie gebeten mir etwas aus der Umziehkabine zu holen so das sie das Geschenk finden konnte. Ich denke die Überraschung war gelungen. Danach zogen wir noch durch die verschiedenen Boutiquen und Souvenir-Shop’s bis wir schliesslich und endlich im Starbucks landeten
Starbucks-Bsüech hei eus eigentlich durch ganz Neuseeland fascht däglich begleitet ;)


Neben uns sassen drei junge Frauen die einen Kapuzen-Pullover mit verschiedenen Neuseeland-Signeten trugen, die Pullis waren wirklich toll. Kurzentschlossen fragte Rebecca die Frauen wo sie die Pullis her hatten, sie waren sehr nett und sagten uns wie und wo wir den Laden finden. Dort kann jeder seinen individuellen Pullover zusammenstellen und drucken lassen. Bevor wir zu diesem Laden gehen konnten, mussten wir erst nochmals diverse Shops und Boutiquen abklappern in denen wir vorher waren, denn wir hatten irgendwo ihre Flies-Jacke liegen lassen. Wir haben sie aber wieder gefunden. Danach liessen wir unsere Pullis drucken die wir noch am gleichen Abend abholen durften. Rebecca war richtig aufgeregt und konnte es kaum erwarten bis sie ihren Pullover abholen konnte




Glowworms, Capitain Cook und The Lord of The Rings

Te Anau, Glowworm Caves
16. März 2007


Am nächsten Tag erkundeten wir das Städtchen, wir suchten ein Fotogeschäft da sich meine Kamera bereits von der Reise verabschiedet hat (was jo irgendwie o widr klar gsi isch :), ein Internet-Cafe um unsere Reiseberichte zu versenden und durchstreiften die Souvenirshops. Meine Kamera konnte nicht wieder zum Leben erweckt werden und mein Internetaccount zickte ebenfalls herum. So war mein Tag diesbezüglich wenig erfolgreich.

Im Anschluss spazierten wir dem Seeufer entlang bis zum kleinen Hafen bevor wir zum Schiffssteg zurück schlenderten. Dort stiegen wir einem Schiff zu, auf dem wir zufällig Gabriel
(mi Flugkolleg Hong Kong-Christchurch) und Fabienne trafen, welches uns zu unserem Tagesziel den Glowworm Caves (Glüehwürmli Höhli) brachte.


In dere Kalksteihöhli läbe Glüehwürmli an dr Höhledecki, wo mit organischem kaltem Liecht angeri Insekte anlocke. Je hungriger so es Glüehwürmli isch, umso heller lüchtet’s. S’Liecht vo de Glüehwürmli, kombiniert mit dr totale Finschternis erzeugt e besungeri Stimmig. S’ Lüchte erschiint wie e Stärnehimmel unger Dag. Vo de Mensche vergässe und nur no in Maori-Legenden lebändig, si die Höhle mit sine ungerirdische Wasserfäll, de Korridor, de Glüehwurmgrotte und de Stromschnellen 1948 widerentdeckt worde.

Unter fachlicher Führung erkundeten wir auf plattierten Gehwegen und Gitterrosten so wie in einem flachen Gleitboot, die Höhle. Es war wieder ein beeindruckendes Schauspiel welches uns die Natur präsentierte. Nach dem Ausflug begaben wir uns in unser Hostel zurück. Ich kochte wieder Spaghetti (d’Sosse isch widr z’dünn gsi und widr usem gliche Grund, do cha i übr mi nur dr Chopf schüttle)
und Rebecca widmete sich wieder der schmutzigen Wäsche!



Milford Sound, Kingston, Queenstown
17. März 2007

Sehr früh am nächsten Morgen (Samstag) machten wir uns auf den Weg zu den Milford Sounds (Fjord). Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden und es führt nur eine Strasse hin und zurück. Das isch die längschti Sackgass gsi wo i bis jetz je gseh han. Rebecca führte uns sicher durch die atemberaubende Landschaft.


Links und rechts von uns stiegen die Berge empor und unzählige Wasserfälle stürzten sich in die Tiefe.
Hey, wenn die Hifahrt in die Milford Sounds so beidruckend isch, wie si d’Sounds den erscht.
Als wir ankamen war das Wetter regnerisch und windig, wir haben uns trotzdem für eine Schifffahrt, die ungefähr 2.5 Stunden dauerte, angemeldet. Im Nachhinein können wir sagen, dass das Wetter das traumhafte Erlebnis nicht beeinträchtigen konnte.


Auf dem Weg durch die Sounds zum Ausgang des Fjords in die tasmanische See ragten rundherum Berge, umhüllt von Nebelbänken, in die Höhe, wir bestaunten wieder eine Vielzahl von Wasserfällen und sahen Felsen aus Quarz und Kupfer. Wir schipperten an der Anita Bay vorbei, dort wo die Maoris zum ersten mal den grünen Stein entdeckten. In den bewachsenen Bergwänden finden sich immer wieder Narben die Baumlawinen hinderlassen haben und das Bild der Umgebung zusätzlich prägen.

Im 18. Johrhundert isch dr James Cook zweimol am Fjordigang vrbei gseglet ohne das er dr Igang vom Meer us erkennt het.

Auf dem Rückweg waren wir uns nicht sicher, ob das Benzin bis nach Te Anau reichen würde, darum sind wir nach ca. 15 Minuten Fahrt wieder zum Hafen der Milford Sounds zurück gekehrt um den Tank zu füllen *sicher isch sicher*. Danach machten wir noch diverse Stopps, den ersten Halt machten wir beim Look Out „The Chasmen“ und genossen die Aussicht. danach fuhren wir zu „the Cascade walk“, das ist ein Pfad durch einen von moosbedeckten, feuchten und sehr grünen Wald der wie ein Märchenwald wirkte. Es war ein wunderschöner Spaziergang.




Unseren letzten Halt machten wir am Mirror Lake. In diesem kleinen See reflektierten sich, durch das dunkle Wasser, die Berge klar wie in einem Spiegel.






An Te Anau fuhren wir nur noch vorbei, den unser erklärtes Tagesziel war Queenstown
und die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden. Unterwegs machten wir in Kingston einen Zwischenhalt, denn Rebecca entdeckte im Reiseführer „Lonely Planet“ den Kingston Flyer. Das ist eine Eisenbahn mit alten Wagons und einer bezw. Zwei Dampflokomotiven. Da mein Paps ein grosser Eisenbahn-Fan ist, beschlossen wir hier ein paar Bilder für ihn zu schiessen. Als wir zum Depot kamen waren zwei Bahnangestellte eben mit rangieren und dem Reinigen des Heizkessels beschäftigt. Sie hatten sichtlich Freude an unserem Interesse und so durften wir uns frei auf dem Gelände bewegen und alles fotografieren.

Queenstown liegt an einem See der beinahe ganz umschlossen ist von einer sehr beeindruckenden Bergwelt. Die Einfahrt in das Tal war atemberaubend und die Faszination dieser Berge war enorm. Die Umgebung war mir bereits bekannt aus dem Film „The Lord Of The Rings“, denn dort befinden sich die originalen Drehplätze, doch die Wirkung direkt in der Landschaft war noch mal grösser als sie im Film ohnehin schon war.
Mit jedem Meter wo mir Queenstown nöcher cho si, isch mini Vorfreud uf die Stadt gwachse

Wir bezogen um 19:00 Uhr unser Zimmer in der Herberge „Black Sheep“ passt doch :) und spazierten danach in das Zentrum des Städtchens. Für Rebecca begann am 16. März der 40 Stunden Hunger-Marathon, weshalb sie am Abend ziemlich geschafft war.

Dienstag, 29. Mai 2007

Verbrannte Schuhe und Seekrankheit

McLean Fall's, Curio Bay, Slope Point, Invercargill, Lighthouse Waipapa
14. März 2007

Am Mittwoch (14. März) Morgen um 11 Uhr verliessen wir unser Knusper-Häuschen um unsere Reise fortzuführen. Wir wollten die Cathedral-Caves besuchen, eine gigantische Höhle am Meer, doch leider war das Meer zu rau, so das die Höhle geschlossen wurde. Sue empfahl uns am Tag zuvor die McLean Falls zu besuchen, da die Höhlen geschlossen waren, fuhren wir kurzerhand dorthin. Wir gingen wieder zu Fuss durch einen schönen Regenwald einen Weg hinauf zu den Wasserfällen und wir waren dankbar für den Hinweis von Sue, denn es war ein ansehnlicher Wasserfall in einer idyllischen Umgebung.

Im Anschluss fuhren wir zur Curio Bay, es war gerade Ebbe und so konnte man den Strand gut betreten.


Eine der besten Möglichkeiten weltweit, um einen versteinerten 160 Mio. Jahre alten Wald zu sehen, denn er ist gleichzeitig der Strand und nur bei Niedrigwasser (Ebbe) ist ein Besuch möglich.

Mir hei widr unglaublichs Glück kha, denn uf d’Ebbe und Fluet hei mir nid gachtet






Unser nächstes Ziel auf der Südinsel, war der südlichste Punkt des Festlandes (Mainland), Slope Point. Bevor wir dann nach Invercargill fuhren, besuchten wir noch den kleinen Leuchtturm Waipapa von dem aus wir eine atemberaubende Aussicht der Küste entlang über das raue Meer geniessen durften. Die Wellen schlugen meterhoch an die Felsen, so etwas kannte ich nur aus dem Fernsehen und es liess mich die Kraft die in der Natur steckt voller ehrfurcht nur erahnen.





In Invercargill angekommen bezogen wir im „Southern Comfort Backpackers“ einem alten victorianischen Haus unser Zimmer. Da das Wetter wieder relativ abwechslungsreich war, war unsere Kleidung ziemlich feucht. Um unsere Schuhe zu trocknen, stellten wir diese an die Heizung im Zimmer. Später stellte ich dann fest, dass dies nicht ideal war, denn unsere Schuhe schrumpften einwenig zusammen und verformten sich
das isch jo wohl widr typisch für eus zwei abr hey, d’Schueh si troche gsi :))


Steward Island 15. März 2007

Am nächsten Morgen (15. März) mussten wir früh aufstehen weil wir neue Schuhe kaufen mussten. Für Rebecca war es kein einfacher Morgen mit mir. Ich hatte sehr schlechte Laune (abr nid wäg de Schueh :).

Wir fanden beide in einem Sportgeschäft wasserabweisende Schuhe kauften diese und fuhren gleich zum Hafen, denn um 11:30 Uhr legte unsere Personenfähre ab. Unser heutiges Tagesziel hiess Steward Island, dies ist der südlichste Teil Neuseelands.

Die Fahrt mit der Fähre war wirklich alles andere als angenehm, 90% der Passagiere wurde Seekrank, denn das Meer war sehr Wild und verursachte hohe Wellen. Rebecca ging nach hinten an die frische Luft um der Seekrankheit entgegenzuwirken, dort wurde sie allerdings ziemlich nass weil die See stürmisch war. Mir selbst ging es ziemlich gut und ich kam mir deshalb etwas komisch vor, denn ausser der Besatzung, Rebecca und ich, mussten sich glaube ich so ziemlich alle übergeben. Es war also keine wirklich schöne Fahrt ins Blaue (Das isch ächt dr Knüller gsi, wie imen schräge Film :)))

Als die Fähre in der Halfmoon-Bay anlegte, war das Wetter noch nicht viel besser geworden. Eigentlich wollten wir auf der Insel übernachten, doch unter diesen Voraussetzungen haben wir beschlossen, am Abend wieder nach Invercagill zurückzukehren.

Zuerst liefen wir der Sternwarte (Observatory Rock) entlang, danach gingen wir zum Hafen zurück um die Rückfahrtkarten zu kaufen. Ein Angestellter des Fährunternehmens empfahl uns einen schönen Spaziergang und dazu gab er uns eine kleine Karte mit. Wir machten uns also ohne Führung auf einen ca. 4 Stunden dauernden Spaziergang und die Eindrücke die wir sammeln durften liessen uns vermuten wie wundervoll diese Insel erst sein muss wenn das Wetter gut ist. Wieder liefen wir durch einen wunderschönen Wald in dem Rebecca immer wieder Farnblätter fotografierte die im Begriff waren sich aufzurollen. Wir liefen von der Halfmoon Bay zur Golden Bay bis zum Deep Beach und von da zum Denkmal der Wohlers.

D’Wohlers si es Pfarrer Ehepaar gsi wo vo de Maori-Stämm (Iheimischi Bevölkerig) bäte worde, sich bi ihne nieder z’lo. Sie hei die Maori-Stämme mit ihrem Wüsse i de Berich vo dr Heilkunde, im Ackerbau und sogar i dr Rechtssprächig ungerstützt.

Während unseres Spazierganges wurden wir von vielen verschiedenen Klängen begleitet unter anderem von den tönen des Tui’s (iheimische Vogel)

Um 18:00 Uhr kehrten wir an den Hafen der Halfmoon-Bay zurück wo unsere Fähre wartete. In Invercargill angekommen fuhren wir abends direkt weiter nach Te Anau. Trotz des wechselhaften Wetters war es ein wundervoller Tag den ich gemeinsam mit Rebecca auf Steward Island verlebte. ihri Erkältig het sich o vo Dag zu Dag besserert

Die kleini Stadt Te Anau (Region Fjordland Nationalpark) mit ca. 1'800 Einwohner ligt diräkt am glichnamige See, öbe uf halber Strecki zwüsche Queenstown und de Milford Sound’s. Dr Lake Te Anau isch dr gröschti See vo dr Südinsle und der zweitgröschti See vo ganz Neuseeland, er befindet sich im Südweschte vo dr neuseeländische Südinsle. Sin ursprünglicher Maori-Name isch Te Ana-au, was sovil wie „Höhle des wirbelnden Wassers“ bedütet.

Te Anau erreichten wir relativ spät abends, nach unserer Ankunft haben wir sogleich unser Reisegepäck im Zimmer untergebracht und sind bald schlafen gegangen.






Ankunft in Neuseeland





NEW ZEALAND
11. März - 06. April 2007




Endlich! Das Wiedersehen mit Rebecca

Am Sonntag 11 März 2007 landete ich um 14:20 Uhr in Christchurch/Neuseeland wo ich mich mit Rebecca traf. Die Flugreise verlief schneller als ich dachte und war ziemlich angenehm.

Von Zürich nach Hong Kong sass Daniel aus Zürich neben mir. Er flog das erste mal in seinem Leben was ihn aber nicht beunruhigte, viel mehr war er aufgeregt, weil er nach einem Jahr endlich wieder seine Freundin treffen würde die in Hong Kong lebt.
Auf dem Flughafen in Hong Kong begleitete ich Daniel, da er noch schlechter englisch spricht als ich (das isch unvorstellbar), bis zum Ausgang/Zoll, wo wir uns dann verabschiedeten.
Gleichzeitig lernte ich Gabriel aus Frauenfeld kennen, der sich auf dem wirklich grossen Flughafen versuchte zurecht zufinden. Er suchte Gate 34 um mit der Air New Zealand nach Auckland zu fliegen, dass war der selbe Flug wie ich gebucht habe und genau wie ich wollte er in Christchurch seine Freundin treffen, also reisten wir gemeinsam weiter.

In Christchurch konnte ich endlich Rebecca, wir hatten uns seit dem 04. Januar 2007 nicht mehr gesehen, wieder in meine Arme schliessen. Danach holten wir meine Gepäck und wir verabschiedeten uns von Gabriel und Fabienne.





Südinsel

Dunedin 11. – 13. März 2007

Unser erstes Ziel war die Autovermietung, da hat Rebecca einen Mietwagen für unsere bevorstehende Reis reserviert. Als die Formalitäten erledigt waren fuhren wir direkt nach Dunedin, unser erstes Reisziel. Nach 5 Stunden fahrt erreichten wir unsere Backpacker-Unterkunft die Elm-Lodge von wo wir eine tolle Aussicht über Dunedin hatten.


Am Montag erkundeten wir dann Dunedin zu Fuss. Die Stadt hat ihren Ursprung in schottischen Wurzeln. Denn 1848 wurde sie von 345 schottischen Siedlern gegründet die sich auf der Otago-Halbinsel nieder liessen. Der Name Dunedin ist die „gälische“ Bezeichnung für Edinburgh.


Wir besuchten das Universitätsgelände, die Universität ist die älteste Neuseelands und wurde 1869 gegründet, die „First Church“ eine presbyterianische Kirche im neogotischen Stil, beide Bauten wurden vom neuseeländischen Architekten Robert Lawson entworfen, wir waren im botanischen Garten und am Bahnhof den ich wirklich als speziell empfinde. Natürlich wurde im Anschluss und zwischendurch auch noch Shopping betrieben. Rebecca fand ein paar wirklich tolle Shirts. Am Abend assen wir dann in einem japanischen Restaurant gemütlich zu Abend und machten später einen Nachtspaziergang.

Otago Halbinsel, Catlins, Nugget-Point,Roaring Bay, Purakaunui Fall’s 13. März 2007

Am nächsten Morgen (13. März) brachen wir auf zur Otago Halbinsel, sie ist bevorzugtes Nistgebiet für zahlreiche Seevögel, ausserdem befindet sich dort auch eine Albatros-Kolonie direkt am steilen Felsen Taiaroa Head. Es leben dort etwa 20 Royal Albatros-Paare. Mitere Spannwiti vo 3 Meter vo Flügelspitz bis Flügelspitz si die Albatrose die gröschte Seevögel vo dr Welt. Eimol in dr Luft si sie majestätischi Gleiter, abr dr Start und d’Landung si meh als Amateurhaft, Bruchlandigen gehöre zur Tagesordnig! Bernhard und Bianca lassen Grüssen :)
Wir fuhren dann über die Highcliffstrasse zurück nach Dunedin, von wo aus wir in Richtung Catlins (Regionname) fuhren.

Abseits vom allgemeinen Treiben hatte sie mit ihrer schönen Küstenlandschaft eine erholsame Wirkung auf mich. Das Wetter war ziemlich abwechslungsreich einmal rau, einmal windig/regnerisch, dann wieder sonnig aber auch dies trübte die Schönheit der Umgebung kaum.

Am Kaka-Point machten wir eine kleine Mittagspause, schmierten uns Sandwiches, und fuhren dann weiter zum Nugget-Point mit seinem Leuchtturm (dr Turm sälber isch nid zuegänglich). Vom Leuchtturm aus sahen wir auf das Meer hinab wo grosse Felsstücke aus dem Wasser ragten (das gseht us wie es Poschter). Dazwischen spielten Seehunde, Robben und Seelöwen. Diese waren kaum erkennbar, ein Tourist überliess uns für einen Moment seinen Feldstecher um die Tiere etwas besser beobachten zu können.


Danach fuhren wir zur nahegelegenen Roaring Bay, leider waren wir etwas zu spät. Denn jeden Tag um ca. 15 Uhr kommen dort die Gelbaugen-Pinguine vom Fischen zurück. Wir konnten aber noch einen Nachzügler beobachten wie er einen Hügel hinauf watschelte um in sein Nest (Erdloch) zurückzukehren. Am Strand lag ein einsamer Seelöwe, was uns etwas komisch vorkam da die Tiere in Herden leben.

Nach diesem tollen Ausflug mussten wir uns wieder um eine Unterkunft kümmern, dies machte immer Rebecca da sie die englische Sprache sehr gut beherrschte und weit aus mehr Reiseerfahrung hat als ich. Mit Hilfe des Lonely-Planet Reiseführer suchte sie geeignete Unterkünfte aus. Die Wahl viel auf das Hostel „Falls Backpackers“ aber diesmal war kein Zimmer mehr frei. Doch Debbie, die Hauswirtin, kannte eine Freundin, die hatte eine Freundin ;) die ebenfalls Zimmer vermietet und dies war wirklich ein Glücksfall. Wir erhielten ein kleines schmuckes Häuschen abseits auf einem Hügel alleinstehend. Es wirkte sehr romantisch. Als wir vor das Haus fuhren kam Sue (die Vermieterin) herausgestürmt und begrüsste uns fast überschwänglich. Sie erklärte uns, dass sie soeben den Holz-Offen angefeuert habe als wir die Räumlichkeiten betraten wurde uns auch klar wie so! Es war ziemlich kalt. Für Rebecca war dies eigentlich nicht der ideale Platz da sie sich bereits schon mit einer Verkältung herum schlug.


Wir luden unser Gepäck dennoch aus dem Auto und stellten es in unser Zimmer, danach fuhren wir zu den Purakaunui Fällen die sich unweit von unserer Übernachtungsstätte befinden. Um zu den Wasserfällen zu gelangen, mussten wir zuerst durch einen Regenwald gehen. Ich war zum ersten mal in meinem Leben in einem solchen Wald und es war ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Eine unvorstellbar vielfältige Pflanzenwelt umgab uns, Palmen, Farne und viele Pflanzen die ich noch nie gesehen habe.Nach unserer Rückkehr versuchte ich alles um die Zimmer möglichst schnell aufzuwärmen. Rebecca wusch zum erstem mal unsere Wäsche und ich kochte! Was mir irgendwie nicht so gut gelang, die Spaghettisauce war zu dünn. (ha sie wölle mit Wasser strecke damit sie länger längt :)
Die Nacht war extrem stürmisch, es regnete ununterbrochen aber ich schlief sehr gut und tief, (in dere Nacht het sich glaub mini ganzi Müedigkeit vo dr Areis bemerkbar gmacht ;).