Mittwoch, 4. Juli 2007

The Frontpeoples on the Openair St. Gallen :)








Hallo Ihr Lieben



Am Freitag Morgen bin ich um 6:00 Uhr aufgestanden und habe mein Gepäck ins Autogeladen, danach habe ich dann um 8:30 Uhr Caro abgeholt und gemeinsam fuhren wir nach Basel wo Carole bereits auf uns wartete. (Man merke: Caro and Carole => That's not the same peoples) ;) In St. Gallen werden wir dann noch Roger, Sibille und Reto treffen. Das Wetter war recht toll, die Sonne schien und es war sehr warm, also optimale Voraussetzungen für ein tolles Wochenende.

Wir fuhren los und waren voller Vorfreude auf die drei Tage am Openair St. Gallen. Wir hatten genug Verpflegung und Getränke eingekauft, zwei Zelte eingepackt und eine Tiefkühlbox die man am Auto anschliessen konnte.

Die Fahrt nach St. Gallen war lustig, wir hatten alle sehr gute Laune. Nach Zürich machten wir einen kurzen Halt auf einem Autobahn-Rastplatz. Caro und Carole (not the sa-ame) :) suchten das Stille Örtchen auf und kamen lachend zurück. Ich müsse dies gesehen haben, das absolute Hightech WC. Dort gab es viele Knöpfe und ich kann mir vorstellen, das damit schon jene lustige Situationen entstanden sind :)


Die beide C + C hän sich fascht nümi erholt vo däm WC, do han ich gwüsst, wenn so es simpels WC d’Stimmig ufejage tuet, denne cha das nur e guets Weekend geh :)
Caro + Carole, die Foteli sin nur für euch im Blog :)))



Als wir gegen 12 Uhr in St. Gallen auf den offiziellen Parkplatz, der für das Openair vorgesehen war, vorfuhren, erhielten wir den Tipp, das es noch einen Parkplatz gibt der viel näher am Gelände ist. Mit dem Gedanken an unser Gepäck waren wir dankbar für diesen Geheimtip und fuhren dort hin. Näher war es wirklich kaum noch möglich und es war nicht einfach nur ein Parkplatz sondern es war ein Einstellhallenplatz in einem Geschäftshaus. Also konnte man auch betreffend Diebstahl und so etwas ruhiger auf das Festgelände gehen.
Als Erstes wollten wir unser Zeltlager aufbauen und die Getränke sowie die Verpflegung verstauen, danach wollten wir zu zweit unsere Rucksäcke oder Taschen holen während eine Person auf das Zeltlager aufpasste, wir wussten ja nicht so genau wie das hier so läuft.

Ufem Wäg zum Igang isch uns no es Reh übere Wäg grennt, es isch zimlich durenandr gsi will’s ufere izünte Wiese gsi isch, es isch denne in vollem Tempo uf dr Haag losgrennt und kurz vorem Haag het sich’s duckt, isch untedure und isch ab wie d’Füürwehr!

Kurz vor dem Eingang bemerkte Caro, dass sie die Tickets im Auto vergessen hatte. Wir deponierten unser Gepäck vor dem Eingang, während Caro auf unser Gepäck achtete, gingen Carole und ich wieder die Wiese hinauf zum Parkhaus "zum Glück isch es dr nöcheri Parkplatz gsi" ;). Nebst den Tickets nahmen wir gleich noch einen Teil des Gepäckes mit „me lauft jo nid mit leere Händ ufe und abe“.
Unten wieder angekommen, mittlerwile isch es mega warm gsi, stellte ich mit Schrecken fest das ich unsere Tickets verloren habe!!! *AUTSCH* Ich kehrte natürlich sofort wieder um und suchte den Weg ab. Natürlich widr dr Hügel ufe!!!! Dann spielte meine Natelmelody und Caro teilte mir mit, dass wir die Tickets wieder haben. Jemand hat sie gefunden und Carole und Caro übergeben. Hmmm... uns muess me d’Tolpatschigkeit agseh, die sige diräkt uf sie zueglofe und hän gfrogt ob mir zu dritt sige und Tickets sueche... :) Jänu, jetz het jo nüt me chönne passiere!! Denkste... ;)))

Da ich ja bereits wieder auf dem Hügel und ganz in der nähe zum Auto war, schlug ich vor, dass ich noch die Kühlbox mit den kalten Dosen hole, die anderen beiden bereits reingehen und Ausschau nach einem guten Zeltlagerplatz halten. Als ich mit der Kühlbox bereits wieder die Hälfte des Hügels hinunter gelaufen bin... Natel, SMS, ich soll jaaaa die Kühlbox nicht mitbringen, es dürfen das erste Mal keine Dosen mitgenommen werden. Isch jo au egal, ich kenn jo jetz dr Wäg!! Also wieder den Hügel hinauf, Kühlbox ins Auto und wieder den Hügel hinab. Kennt öbr dä Film mitem Hugh Grant „The Englishman Who Went Up a Hill But Came Down a Mountain” ??? :)))
Endlich auf dem Gelände traute ich meinen Augen nicht, wir standen vor einer riesigen Zeltstadt, die ersten Menschen sind bereits um 8:00 Uhr auf das Gelände gekommen, die wussten wieso, es gab kaum noch vernünftige Plätze. Wenn es Platz hatte, dann an in den Hängen der Hügel. Und das isch jetz wirklich uncuul... do schloft me jo fascht im stoh je nach Gefälle... Es sin pro Tag öbe 30'000 Mensche ufem Gländ gsi !!
Als wir da herum standen, direkt vor einer kleinen Bar, bemerkte ich plötzlich, dass am Weg entlang genau vor der Bar noch zwei Zelte Platz finden sollten. Caro passte der Standort nicht, sie befürchtete das Nachts die Betrunkenen ständig auf ihr Zelt fallen könnten. Naja, Carole und ich fanden den Platz gut, einfach weil man horizontal schlafen konnte. Der Zeltaufbau war wirklich spannend, wir merkten bald, dass keiner von uns Erfahrung im Zelt aufbauen hatte. Mein Zelt stand innerhalb von 5 Minuten (also es isch jo nid mis Zält sondern dr Anja ihres, hey merci vilmol, bi ächt froh gsi drum!!)
Für das von Caro brauchten wir etwas länger aber auch dieses Stand am Schluss (wobi bis am Schluss nid klar gsi isch, ob das Zält tatsächlich so muess usgseh wies denn ebe usgseh het :)))
Danach gingen wir wieder den Hügel hoch, wo jo mittlerwile scho fascht zum Bärg worde isch, um im Einkuafszentrum, öbe 25 Minute Fuessmarsch, neue Getränke in Pet-Flaschen einzukaufen. Carole und ich kauften dann noch Laternchen, zwei Fertig-Grille und ein paar kleine Würste um das Lagergefühl zu erhöhen. Denne sin mir ändlich ändlich ändlich parat gsi... und hän uns es paar Sandwiches gstriche *miammiam*
Ufeimol hän mir feschtgstellt, dass unser Standort nid besser chönnt si, mir sin innere Minute bi dr Hauptbühni, hän sogar vom Zält us fascht freie Blick uf d’Bühni, hän d’Bar näbe dra, etc. Mir sin voll an dr Front und so hän mir uns doch dr Name „The Front-Peoples“ geh, passt jo :))


Für uns ist das Openair um 18:30 Uhr mit Jan Delay eröffnet gewesen, bis anhin konnte ich mit seiner Musik nichts anfangen, ich hatte ihn schon im Dezember 06 an einem Konzert in Zürich als Vorgruppe gesehen und war nicht wirklich begeistert. Aber jetz in St. Gallen hatte er mich mit dem ersten Ton überzeugt und alle tanzten und sangen mit, der Höhepunkt war das Lied „Irgendwie, Irgendwo,...“. Seine Stimme die mir nie gefiel finde ich nun plötzlich super..





Naja, nie z’spot d’Meinig z’ändere. Ich wirklich mega gsi...







Im Anschluss kamen Maxïmo Park, die kannte ich nur vom Hören-Sagen aber hatte eigntlich keine Ahnung wer das ist und welche Art von Musik gespielt wurde. Nach diesem Konzert ist mir Maxïmo Park durchaus ein Begriff. Sie gehören zur Brit-Pop Gemeinde und Live sind sie ein riesen Erlebnis.






Das isch voll schräg, du stohsch dört unte hesch kei Ahnig was uf di zuechunnt und plötzlich bisch voll in dere Musik inne... die sin ächt guet, isch zimlich spezielli musik...












Um 22:30 Uhr stand dann die Band auf der Bühne auf die ich mich nebst Snow Patrol und Kaiser Chief am meisten Freude PLACEBO. Das war nach dem U2-Konzert vor zwei Jahren das Beste Konzert das ich je erlebt habe. Der Frontmann Brian Molko und der Rest der Band besitzen eine unbeschreibliche Aura. Und spätestens mit dem Song „Every You Every Me“ hatten sie den Hintersten und Letzten aus den Reserven gelockt.




Das isch eifach nume no Openair pur gsi, ich cha das fascht nid erkläre abr wenn ich das jetz widr so schribe tue, denne bin ich grad widr begeischteret vo PLACEBO.


Nach dem Placebo-Auftritt trafen wir im Latino-Zelt Roger an. Wir verbrachten einen lustigen Abend, vorallem nach däm ich min Caipirinha-Spezial trunke han, merci Roger :)
Caro und Carole verabschiedeten sich für kurze Zeit von uns. Roger und ich hatten an diesem Abend wirklich vil zu lachen und ich bin froh das ich ihn angetroffen habe. Irgendwann bekam ich Hunger, Carole und ich gingen zum Zelt zurück und begannen so um 01:30 Uhr zu grillieren, während Roger und Caro unten in der Bar blieben. Carole und ich stellten unsere Laternchen auf assen die Würstchen und Salat und plauderten über Gott und die Welt. Um ca. 03:00 Uhr zog ich mich ins Zelt zurück und war innert Minuten im Tiefschlaf.
Ich hätt jo nie dänkt, dass ich dr Plausch han am Zältle aber jo es isch supr gsi und ich han au mega guet gschlofe... bis....

Am Samstag um 06:30 Uhr der Radio-Wecker los... Hä Radiowecker? Am Openair??
Nein, die Bar neben dem Zelt war wieder besetzt und schaltete den Radio an, so laut, das ich schön die halb 7 Uhr Nachrichten und den Sieg zur 4:2 Führung von Alinghi sowie den Wetterbericht mitbekommen habe. Ich bin dann aufgestanden und habe mich auf den Weg zu den sanitären Anlagen, (etwa 70m) begeben um mich frisch zu machen.
Hey nei, das isch so luschtig gsi, ich lauf do so ufem Wägli zwüsche de Zält dure und links und rächts luege immr widr es paar übermüedeti Chöpf zwüsche de Rissvrschlüss use :) eine isch samtem Schlofsack zum Zält use grollt und het grad im Schlofsack vorem Zält witrpfusst... Es isch wirklich toll gsi, trotz Müedigkeit, Lärm, Alkohol, etc. es sin immr alli guet druf gsi, wirklich cuul.

Carole war auch sehr früh wach, wir assen gemeinsam „Gipfeli“ und die hän mir müesse gniesse..., 3 Stutz für es Gipfeli... Wahnsinn... jänu... es isch wie’s isch...







Die erste Band die wir an diesem Tag hörten war Breitbild, eine bündner Hiphop-Band. Die schweizer Fan-Gemeinde war schnell auf Touren gebracht und der Dialekt ist umwerfend :) Zwischen den Liedern hatten sie auch immer wieder einen lockeren Spruch auf den Lippen.





Später kamen dann noch Sibille und Reto dazu, somit war der Tag definitiv lanciert. Reto und ich verloren die Frauen ziemlich bald. Mir hän nach links gluegt, mir hän nach rechts gluegt, mir hän zrugg gluegt... Kei Caro, kei Sibille, kei Carole.... Juhui, mir sin ellei, ab an d'Konzert :) Nei, im Ärnscht, sie hän uns scho sehr gfehlt... gäll Reto!!! :)












Mit The Locos spielte um 15:15 Uhr eine spanische Band auf. Das ist Erlebnis pur, die muss man einfach gesehen und gehört haben. Reto und ich lagen auf der Wiese vor der Bühne und sahen und hörten dem Treiben zu. The Locos, die Verrückten. Es passt absolut, der frühere Sänger von Ska-P und seine Kumpels hüpften und sprangen auf der Bühne herum und lassen besonders Punk, Ska und Rock mit lateinamerikanischen Einflüssen ineinander verschmelzen.



Ich find me cha sie echli als "die Ärzte" odr "Totehosen" vo Spanie bezeichne, nur glaub ich das ihri Texscht me Fleisch am Knoche hän... Ich vrstands jo nid abr ich ha mi do vo öberem am Konzärt echli ufkläre lo... isch e spannend wie me do Lüt kennelernt und was me so z’diskutiere het :))


Kurz vor 17:00 Uhr begab ich mich mit Reto zur Bühne, „Stress“ gab sich die Ehre mit seiner Backround Sängerine Caroline, die ja eine Hammer-Stimme und –Kontition besitzt, und Nega, der ebenfalls viel zu einem gelungen Auftritt beisteuerte. Stress gab in der brütenden Hitze alles, er kam sah und siegte, von Beginn weg war die Stimmung auf hohem Niveau. Seinem Namen „Stress“ kommt er allerdings nicht nach, im Gegenteil, er wirkt sehr leger. Reto und ich standen ziemlich weit vorne, denn wir wollten ja gute Fotos schiessen und die Stimmung möglichst nahe aufnehmen :)

Naja, so wirklich vil Foteli hän mir nid gmacht, mir sin plötzlich die ganzi Zit am Shake gsi :) abr es isch ächt cuul gsi, also bi mir wird ei Flächebrand nachem andere usglöst... I lueg scho wägem nögschte Openair, ha gseh in Toggeburg isch au gli widr eins :))
Später spielten dann noch Kaiser Chiefs die ich natürlich super gerne gesehen und gehört hätte, doch ich musste über Nacht nach Basel zurückkehren und wollte nicht übermüdet Autofahren. Ich baute mein Zelt ab welches mir Anja geborgt hatte, packte meine Tasche und den Schlafsack zusammen und machte mich auf den Weg nach Hause.


Während dr Fahrt han ich dr Song „New Shoes“ vom Paolo Nutini glost, dä Song isch so en Hammr, do han ich dr ganzi Heimwäg gsunge und gwippt im Auto durch das han ich denne miteme dütsche Päärli während dr Fahrt Kontakt becho, so mit Handzeiche und so. Ich nimm a ich wird zimlich dämlich usgseh ha im Auto abr sie hän dr Plausch kha :)) und mir isch es jo halt eifach nume supr guet gange :)))

Am Sonntag Morgen habe ich dann um 09:00 Uhr meinen Paps und Marlis, die von den Ferien zurückgekehrt sind, vom Flughafen abgeholt und bin im Anschluss zurück nach St. Gallen gefahren. Natürlich au widr mitem Nutini-Song :))

Zurück in St. Gallen habe ich mit Carole und Caro ihr Zelt abgebaut, dann sind wir mit dem ganzen Gepäck wieder den Hügel hoch spaziert und haben das Auto beladen. Das Wetter war unglaublich warm, fast schon heiss, so wie ich es eben gerne habe. Sunne, Sunnenbrülle, T-Shirt, Shorts und FlipFlop, was git's bessers??

Um 14:00 Uhr spielte dann die deutsche Band „Wir sind Helden“ auf die ich mich schon länger freute aber leider überzeugten sie mich gar nicht an diesem Tag. Ich war ziemlich enttäuscht, denn die Band verstand es nicht wirklich die Meng richtig mitzureissen. Zwischen den Songs versuchten sie einen künstlichen Dialog zuführen und wollten lustig sein, was ihnen aus meiner subjektiven Sicht gar nicht gelang.






Ich war deshalb froh als um 16:00 Uhr die englischee Band Arctic Monkeys aus Sheffield (UK) auftrat. Die vier 20 jährigen heizten die Menge sofort ein. Die Songs des frisch gekürten Best British Breakthrough Acts sind schnell, locker gespielt und ungeheuer tanzbar.

D’Arctic Monkeys hän mit „Whatever People Say I am, That’s what I’m Not“, wo ellei in dr erschte Wuche 370’000 Mol übr dr Ladentisch gange isch, s’schnällschtverkaufte Debütalbum vo England aneglegt. Die sin ächt dr Knüllr :)


Als letzte Band wurde um 18:00 Uhr die Band angesagt auf die ich mich am aller aller aller meisten freute: SNOW PATROL.
Aber mit dem ersten Ton öffnete Petrus die Schleusen und es regnete was es hinunter mochte. Die Menschen verzogen sich in die umliegenden Festzelte und versuchten von dort die Stimmung aufzusaugen. Nur ein paar wenige trotzten dem Regen und blieben, nach einem Song im Festzelt begab ich mich dann auch in den Regen zur Bühne und irgendwie war es auch mit oder trotz Regen einfach super. Die Menge tanzte und sang immer mit und spätestens beim Song „Eyes Open“ waren alle aktiv dabei.



Das isch eifach mega gsi, d’Lüüt hän gegesitig total Rücksicht gnoh ufenandr, isch jo au licht rutschig worde, und ich han bis in die zweiti Reihe chönne laufe, ha die Bänd emol vo nochem chönne bewundere und me het immerno gnueg Platz zum tanze und tobe kha, eifach genial. 20 Minute bevor s’Konzärt fertig gsi isch han ich denne abr ins Feschtzält zrugg müesse und ha vo dörte witr gloost und gluegt, mini FlipFlop, mis T-Shirt und mini Shorts, alles isch völlig durchnässt gsi und ich ha ächt gfrore... Egal, das isch es dr Wärt gsi. E Super Finale vo däm Wucheänd.


Hey Caro, Carole, (spötischtens jetz wüsse glaub alli, dass das zwei verschiedeni Persone si) Sibille, Reto und Roger

Das isch e Mega tolls Wucheändi gsi mit Euch, Danke vil vil mol. Mit de Einte han ich meh mit de Andere wenigr Zit chönne verbringe abr es isch jedi Minute super toll gsi
;)

Nögscht Joor grad nomol abr dismol baue mir unser eiges Zältdorf
:))))))))


So, isch glaub no en rächt lange Bricht worde, hmmmm... hoff ihr händ glich dr Spass dra bim Läse. Au jetz chann ich scho widr sage, s’nögschti Erläbnis stoht scho widr vor dr Türe und findet vom 23.07. – 26.07.2007 statt. Freu mi scho druf :)

Hey, bis gli gli

Liebi Griessli
Marco

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